Unser Nachhaltigkeitskurs geht weiter

Dieser Bericht versteht sich als Update zu unserem ausführlichen Nachhaltigkeitsbericht 2023 und konzentriert sich auf die wesentlichen Kennzahlen des Kalenderjahres 2024 am Produktionsstandort Memmingen. Detailliertere Einblicke in unsere umfassenden Nachhaltigkeitsbestrebungen finden Sie auch weiterhin im Bericht von 2023.

Beitritt zur Science Based Targets initiative (SBTi)

Unsere bisherige Ambition für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen wird von einer neuen Zielsetzung nach den Vorgaben der Science Based Targets Initiative (SBTi) abgelöst. Diese Klimaziele stehen im Einklang mit dem 1,5°C-Pfad des Pariser Klimaabkommens und werden derzeit als höchstmögliche Zielsetzung vergeben. Die SBTi wurde u.a. von Organisationen wie dem dem UN Global Compact und dem WWF ins Leben gerufen. Wir bekennen uns zu den Zielen dieser Allianz und haben uns verpflichtet, unsere absoluten Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2034 trotz des erwarteten Wachstums um 70 % zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2020.

Handeln für Klima und Entwicklung

Buzil stellt sich seiner Verantwortung für unvermeidbare Emissionen und investiert gezielt in Klimaschutz- und Sozialprojekte. Die Kompensation erfolgt über Initiativen, die dem Gold Standard entsprechen – einem vom WWF mitentwickelten Siegel, das neben der Reduktion von CO₂ auch soziale und ökologische Fortschritte in den Projektregionen sicherstellt. Für das Jahr 2025 gleicht Buzil 306 Tonnen CO₂ aus. Ein Teil dieser Kompensation unterstützt das "Lango Safe Water Project" in Uganda. Dort erhalten durch die Instandsetzung von Brunnen über 40.000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dies reduziert CO₂-Emissionen, die beim Abkochen von Wasser über offenem Feuer entstehen, und wirkt der Abholzung entgegen. Insbesondere profitieren Frauen und Mädchen, die signifikant weniger Zeit für die Wasserbeschaffung aufwenden müssen – Zeit, die für Bildung oder Erwerbstätigkeit genutzt werden kann. Weitere 153 Tonnen CO₂ werden durch ein Solarprojekt in Indien kompensiert. Die Initiative fördert den Ausbau erneuerbarer Energien in einem Land, dessen Energieversorgung noch stark von fossilen Brennstoffen geprägt ist.

 

 

 

 

Neuer Meilenstein: Beitritt zum UN Global Compact

Als Vorreiter in der Branche verpflichten wir uns zu den zehn Prinzipien für verantwortungsvolles Wirtschaften. Wir stärken unsere internationalen Nachhaltigkeitsinitiativen und nutzen ein globales Netzwerk mit über 26.000 teilnehmenden Unternehmen, um gemeinsam eine nachhaltigere Zukunft zu gestalten – für uns, unsere Kunden und die Umwelt.

Wer wir sind und was uns wichtig ist

Seit 1907 steht Buzil als familiengeführtes Unternehmen für kontinuierliche Qualität und jahrzehntelange Erfahrung. Unsere Produktion erfolgt zu 100 % in Deutschland. Wir entwickeln hochwertige Reinigungsprodukte und -services, bei denen Wirksamkeit und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen.

Unsere Vision: Richtig sauber für eine lebenswerte Zukunft

Richtig steht für unser Streben nach Integrität und Exzellenz in allem, was wir tun. Sauber symbolisiert unser Ziel, effektive Produkte und Lösungen anzubieten und die Gesundheit unserer Kunden und die Umwelt zu schützen. Lebenswert unterstreicht unseren Wunsch, zur Qualität des Lebens beizutragen. Mit Blick auf die Zukunft verpflichtet sich Buzil, innovative und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.

Cradle to Cradle für 14 Planta-Produkte

Buzil setzt neue Maßstäbe! Als einer von nur zwei Reinigungsmittelherstellern weltweit haben 14 unserer Planta-Produkte die Cradle to Cradle-Zertifizierung, Version 4.0, Full Scope mit Silber-Status erreicht. Version 4.0 stellt den derzeit strengsten Nachhaltigkeitsstandard dar und verlangt ganzheitliches Umweltdenken. Full Scope bedeutet: Jeder Aspekt wurde geprüft – von der Materialgesundheit über Recyclingfähigkeit bis zu klimapositiver Produktion und fairen Sozialstandards.

Buzil setzt zunehmend auf Gebinde mit Rezyklat. Der Anteil am Gesamtgewicht aller Gebinde stieg 2024 von 2,4% auf 21,2% im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Wert bleibt niedrig, da es derzeit keine Rezyklat-Kanister mit UN-Zulassung gibt. Deshalb nutzen wir aktuell nur 1-Liter- und 600-ml-Flaschen, die seit Mitte 2025 zu 50% aus Rezyklat bestehen – zuvor waren es 30%. Unser Ziel: den Rezyklatanteil in allen Gebinden auf 70% erhöhen. Zudem führten wir 2024 nach erfolgreichen Tests eine neue Transportfolie mit 30% Rezyklatanteil ein.

81 Punkte für die Nachhaltigkeit – unser bisher bestes Ecovadis-Ergebnis

Wir freuen uns über unsere Ecovadis-Auszeichnung in Gold, denn sie erzählt eine Geschichte von Fortschritt.
Jedes Jahr ein Stück besser: Nachhaltigkeit ist für uns eine Reise. In den letzten Jahren sind wir von 75 auf 78 Punkte geklettert. Dieses Jahr haben wir mit 81 Punkten unsere bisher höchste Bewertung erreicht. Jeder Punkt ist das Ergebnis von Engagement, Ideen und der Leidenschaft unseres Teams.
Ein Zeichen in unserer Branche: Mit diesem Ergebnis liegen wir deutlich über dem Branchendurchschnitt von 62 Punkten. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Zusätzlich motiviert uns diese Zahl: Unsere Leistung platziert uns im 98. Perzentil. Wir gehören damit zu den nachhaltigsten 2 % aller von Ecovadis bewerteten Unternehmen.

Wir übernehmen Verantwortung für den eigenen CO2-Ausstoß

Dabei setzen wir auf einen pragmatischen Ansatz zum Umweltschutz. Wir investieren in ausgewählte Klimaschutzprojekte, die nachweislich CO₂-Emissionen vermeiden. Besonders stolz sind wir auf unsere Unterstützung eines myclimate-Klimaschutzprojekts zur Renaturierung eines Hochmoors im Naturschutzgebiet La Gruère. Moore spielen als natürliche Kohlenstoffspeicher eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Unsere finanziellen Zuwendungen orientieren sich an unserer eigenen Klimabilanz: Entsprechend finanzierten wir im Jahr 2022 Projekte im Umfang von 346,3 t CO₂-Äquivalente, im Folgejahr 2023 waren 333 t CO₂-Äquivalente.

Innerhalb von vier Jahren senkten wir unsere CO₂-Emissionen um 69 %

Trotz steigender Produktionsvolumina sanken unsere Emissionen. In den Jahren 2022, 2023 und 2024 kompensierten wir die Scope-1- und -2-Emissionen vollständig. Der Standort Memmingen ist demnach netto klimaneutral. Unsere Unternehmensstrategie sieht vor, dass wir kontinuierlich unseren Energiebedarf reduzieren.

1,9 GWh runter, über 39 Prozent gespart

Den eigenen Energiebedarf haben wir im Jahr 2024 verglichen mit dem Jahr 2020 um 1,9 GWh gesenkt. Damit konnten wir bei vergleichbarer Auslastung über 39 % Energie einsparen.

 

Wie wir den Müll kleiner machen und die Zukunft größer

Wir erfassen eine Vielzahl von Kennzahlen für Abfall, besser gesagt für Wertstoffe, und setzen uns jährlich ambitionierte Ziele zur Abfallvermeidung. Den anfallenden Gewerbeabfall konnten wir von 2020 bis 2024 um fast die Hälfte reduzieren.

Wir steigerten die Eigenproduktion von erneuerbarem Strom

Im Jahr 2023 erweiterten wie unsere PV-Anlage. Die Kapazität erhöhte sich von 218 kWp um 261 kWp auf mehr als das Doppelte. Damit stieg die Menge des eingespeisten PV-Strom erheblich. Die eingespeisten 129 MWh entsprechen beim aktuellen Strommix einer eingesparten Menge CO2 -Äquivalente (CO2 e) von 136 t. Dies ist mehr als die Scope-2-Emissionen von Buzil, die lag bei 122 t. Scope 2-Emissionen stehen für Energien in Form von z.B.  Elektrizität, Wärme oder Kühlung, die außerhalb der eigenen Organisation erzeugt wurde.

Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist

Es trägt aktiv zur Dekarbonisierung des deutschen Strommix bei – genug, um rechnerisch 78 Vier-Personen-Haushalte mit sauberer Energie zu versorgen. Das ist über die Hälfte der Belegschaft von Buzil!

Wasser ist unser wichtigster Rohstoff

Wir gehen mit ihm verantwortungsvoll und optimieren unsere Produktionsprozesse kontinuierlich. Damit halten wir unseren Wasserverbrauch so gering wie möglich. Unsere Produktion in Memmingen liegt laut Aqueduct Water Risk Atlas in einem Gebiet mit mittelhohem Wasserstress (20-40%). Der Wasserstress misst das Verhältnis des gesamten Wasserbedarfs zu den verfügbaren erneuerbaren Oberflächen- und Grundwasservorräten.

Unsere Ziele:
Kühlwasser soll in einem internen Kreislauf verwendet werden und nicht mehr in das Abwasser gelangen. Das bei der Produktion von Osmosewasser anfallende Abwasser soll als Rohstoff genutzt werden. Trinkwasser soll nicht mehr zur Spülung der Abfüllanlagen verwendet werden und nach Möglichkeit durch Brunnenwasser ersetzt werden.

 

 

Umwelt- und Klimapakt Bayern

Mit unserer Teilnahme bekräftigen wir unser Engagement für nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz. Diese Initiative, die auf der freiwilligen Zusammenarbeit zwischen der bayerischen Staatsregierung und der Wirtschaft basiert, spiegelt unseren langfristigen Ansatz wider, umweltfreundliche Produktionsmethoden und Produkte anzubieten.

Wir gaben Gas und Kohle den Laufpass

Adieu, fossile Energieträger. Seit 2020 ist weder Gas noch Kohle eine von uns verwendete Energie. Wir stiegen auf holzabfallbetriebene Fernwärme und 100% Ökostrom um. Das alles zuletzt auch deshalb, da wir in 2023 wir die Kapazität unserer Fotovoltaik-Anlage verdoppelten. 

Elektrisierend sauber: Buzil macht den Fuhrpark grün

Mit der Fotovoltaikanlage laden wir unter anderem die E-Autos unserer Fahrzeugflotte. Die Chefs gehen mit gutem Beispiel voran – ihre E-Autos sieht man bereits an den hauseigenen Ladesäulen. Seit 2023 werden nur noch Firmenfahrzeuge angeschafft, die elektrisch fahren. 

 

Buzil hat seine Lieferkette kritisch im Blick

Mit diesem Ansatz ranken wir die Länder, die bei unseren Geschäftstätigkeiten, insbesondere für Einkauf und Vertrieb, eine Rolle spielen. 51 Länder erreichen eine Punktzahl zwischen 51 und 70 und werden als kritisch eingestuft (gelb). Hier tätigt Buzil weiterhin Geschäfte, wird aber zukünftig genauer hinsehen. Weitere 93 Länder sind rot markiert, und 33 Länder sind ohne Index. Diese werden, falls noch nicht geschehen, aus der Lieferkette entfernt.

Unsere Lieferanten-Risikomatrix

Alle Lieferanten von Rohstoffen und Materialien werden durch einen umfassenden Fragebogen zu Themen wie u.a. Umwelt, Qualität, Sicherheit und Soziales in einer Risikomatrix eingestuft. Die Lieferanten werden anhand von Punktzahlen vergleichbar einem Ampelsystem eingestuft. Grün stellt ein geringes und Rot ein hohes Risiko dar. Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der Lieferanten pro Risikokategorie.